One man, one vote
Die Berliner wissen es, allen anderen ist es egal: Am 17. September wird in Berlin wieder mal gewählt. Klaus und das ist gut so Wowereit möchte Bürgermeister bleiben, Friedbert (kennt wahrscheinlich keiner, und wenn ich daran erinnere, dass er mal mit Willy Brandts schöner Griechin verheiratet war, dann seiner Sekretärin näher trat und mit ihr nun ein Kind hat, sagt das auch keinem was) Pflüger möchte es gerne werden. Das ganze ist metropolenhaft provinziell (der Wahl-Frankfurter Bandini fragte gestern bei der Blogmich auch zu Recht, ob es eine Kommunalwahl sei), und hätten nicht die Berliner ziemliche Probleme mit ihrer Wahlentscheidung wie Frau Modeste, würde das auch hier keinen aufregen. Noch nicht mal die Tatsache, dass einer der Wahlkreiskandidaten einem bekannten Blogger ähnlich sieht, nimmt hier jemand zur Kenntnis. Sehen Se, dit' is' Berlin.
Aber: Selbst wer sich über seine parteipolitischen Präferenzen völlig im Klaren ist und keine Sekunde zweifelt, wen er wählt - selbst der/die wird am Wahlsonntag ratlos in der Kabine stehen.
One man, one vote hat Nelson Mandela mal gefordert. Das war zu Zeiten der Apartheid, und im Gegensatz zum südlichen Afrika wird in Deutschland ja schon so lange demokratisch gewählt, dass Ein Mann, eine Stimme (Natürlich auch: eine Frau, eine Stimme) einem Land vom politischen Gewicht der Bundesrepublik längst nicht mehr angemessen ist. Also: Ein Mann/eine Frau, viele Stimmen.
Ich weiss das, weil ich die Wahl dieser Tage schon mal simuliert habe:
1. habe ich so viele Stimmzettel:

weil nämlich - neben dem üblichen erklärenden Papierkram für eine Briefwahl - gleich vier Entscheidungen zu treffen sind:

Erstimme fürs Abgeordnetenhaus (das wäre der Landtag). Zweitstimme fürs Abgeordnetenhaus. Eine Stimme für die Bezirksverordnetenversammlung (das wäre der Stadtrat). Und, damit das alles nicht zu übersichtlich wird: Eine Ja- oder Nein-Stimme für eine Verfassungsänderung zu Bürgerbegehren.
Tja. Das ist Demokratie.
Dummerweise bleibt nur die Wahl zwischen Ich bin schwul und das ist gut so-Wowereit und Ich habe immerhin auch schon mal meine Frau verlassen-Pflüger.
Verrucht, wa? Wen wählen wir denn nun?
(Nachtrag: Das Hauptstadtblog bemüht sich um eine Erklärung der Volksabstimmung. Ist doch löblich. Weniger löblich finde ich, dass man die nur trackbacken darf, wenn man auch einen Link setzt. Dann lass' ich eben beides.)
Aber: Selbst wer sich über seine parteipolitischen Präferenzen völlig im Klaren ist und keine Sekunde zweifelt, wen er wählt - selbst der/die wird am Wahlsonntag ratlos in der Kabine stehen.
One man, one vote hat Nelson Mandela mal gefordert. Das war zu Zeiten der Apartheid, und im Gegensatz zum südlichen Afrika wird in Deutschland ja schon so lange demokratisch gewählt, dass Ein Mann, eine Stimme (Natürlich auch: eine Frau, eine Stimme) einem Land vom politischen Gewicht der Bundesrepublik längst nicht mehr angemessen ist. Also: Ein Mann/eine Frau, viele Stimmen.
Ich weiss das, weil ich die Wahl dieser Tage schon mal simuliert habe:
1. habe ich so viele Stimmzettel:

weil nämlich - neben dem üblichen erklärenden Papierkram für eine Briefwahl - gleich vier Entscheidungen zu treffen sind:

Erstimme fürs Abgeordnetenhaus (das wäre der Landtag). Zweitstimme fürs Abgeordnetenhaus. Eine Stimme für die Bezirksverordnetenversammlung (das wäre der Stadtrat). Und, damit das alles nicht zu übersichtlich wird: Eine Ja- oder Nein-Stimme für eine Verfassungsänderung zu Bürgerbegehren.
Tja. Das ist Demokratie.
Dummerweise bleibt nur die Wahl zwischen Ich bin schwul und das ist gut so-Wowereit und Ich habe immerhin auch schon mal meine Frau verlassen-Pflüger.
Verrucht, wa? Wen wählen wir denn nun?
(Nachtrag: Das Hauptstadtblog bemüht sich um eine Erklärung der Volksabstimmung. Ist doch löblich. Weniger löblich finde ich, dass man die nur trackbacken darf, wenn man auch einen Link setzt. Dann lass' ich eben beides.)
40something - 3. Sep, 21:53
3 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks - 795 mal gelesen
saoirse - 3. Sep, 22:38
bandini natürlich!
nachtrag: zu viel türkisches gangsta-deutsch ist auch nicht gut für die gesundheit. las ich doch eben in meiner abo-liste die eintragsüberschrift als "ohne mann, ohne worte".
nachtrag: zu viel türkisches gangsta-deutsch ist auch nicht gut für die gesundheit. las ich doch eben in meiner abo-liste die eintragsüberschrift als "ohne mann, ohne worte".
Frau Schnatterliese - 6. Sep, 20:05
selbst eine ehe mit frau prof. m. macht mich nicht mitleidiger oder gar milder mit friedbert, dem guten.
auch nicht, was er dereinst auf dem abgeordnetenschreibtisch....aber da woll'n wa ma nich mit am anfangen. und wer einen wintergartenbesitzer und ex-großzampano in ein abgeordnetenhaus wählen lassen will, den kann man auch nicht wirklich ernstnehmen. (hahaha, furore macht er der rosen-peter) macht dieser ausderwurzelentspringteinbaum-fritze auch noch mit?
auch nicht, was er dereinst auf dem abgeordnetenschreibtisch....aber da woll'n wa ma nich mit am anfangen. und wer einen wintergartenbesitzer und ex-großzampano in ein abgeordnetenhaus wählen lassen will, den kann man auch nicht wirklich ernstnehmen. (hahaha, furore macht er der rosen-peter) macht dieser ausderwurzelentspringteinbaum-fritze auch noch mit?
40something - 6. Sep, 23:06
Also, das mit dem Schreibtisch habe ich extra nicht reingeschrieben, man kommt da ja so schnell in Verschiss. (Habe mal einen aus der britischen Botschaft gefragt, ob er was gesehen hat, aber er zuckte nur bedauernd die Achseln.)
Die anderen Jungs habe ich gar nicht auf dem Radar, kandidieren die auch?
Die anderen Jungs habe ich gar nicht auf dem Radar, kandidieren die auch?
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